Hydroformen

Das Innenhochdruckverfahren ist ein Umformungsverfahren, bei dem anspruchsvolle Hohlkörperbauteile aus Metall mithilfe eines flüssigen Wirkmediums ausgeformt werden. Das flüssige Wirkmedium füllt dabei mit hohem Druck das entsprechende Bauteil und weitet es so in ein geschlossenes Formwerkzeug aus. Auf diese Weise ist es möglich, Hohlkörper mit komplexer Außengeometrie zu realisieren.

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Wie funktioniert das Innenhochdruckverfahren?

Beim Innenhochdruckverfahren kommt ein Formwerkzeug mit einem Ober- und einem Untergesenk zum Einsatz. In die Mitte des Formwerkzeugs wird ein Rohr oder ein anderer Hohlkörper eingeklemmt. In den Hohlkörper wird eine Flüssigkeit eingebracht, zum Beispiel eine Wasser-Öl-Emulsion. Diese wirkt mit hohem Druck von bis zu 3.000 Bar auf die Innenseiten des Hohlkörpers. Die Öffnungen werden während des Hydroformings zuverlässig mithilfe von Dichtstempeln abgedichtet. Durch den Druck wölbt sich der Hohlkörper nach außen und in die Ausbuchtungen des formgebenden Werkzeugs.

Welche Vorteile bietet das Hydroforming?

Beim Hydroforming können Bauteile komplett ohne Schweißnähte und mit hoher Formgenauigkeit hergestellt werden. Das macht den Fertigungsprozess für viele verschiedene Branchen sehr attraktiv. Weitere Vorteile beim Hydroformen sind:

  • Fertigung komplexer Geometrie möglich
  • hohe Wiederholgenauigkeit
  • keine Montage- und Schweißverbindungen
  • Integration weiterer Fertigungsschritte im Prozess möglich (z. B. Lochungen)
  • Herstellung dünnwandiger Formen zur Gewichtsoptimierung möglich
  • hohe Steifigkeit und Festigkeit
  • lange Lebensdauer
  • hohe Oberflächenqualität

Hydroforming kommt sehr häufig in der Automobilbranche zur Anwendung, zum Beispiel zur Fertigung von Abgasanlagen und anderen Karosserieteilen.

Welche Werkstoffe werden beim Hydroformen verarbeitet?

Beim Hydroformen kommen viele unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz, darunter:

  • verschiedene Stähle
  • Aluminium
  • Titan
  • Kupfer
  • Inconel

Die wichtigsten Informationen auf einem Blick

Werkstoffe: Stähle, Aluminium, Titan, Kupfer, Inconel
Teilegewichte: 0,02 – 5,0 kg
Abmessungen: abhängig von Größe und Gewicht
Toleranzen: abhängig von Bauteilgeometrie
Mengen: mittlere und große Serien

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